Die Aussage, dass Deutschland ohne China wirtschaftlich "am Arsch" wäre, spiegelt die tiefe Verflechtung der deutschen Wirtschaft mit der Volksrepublik wider. Daten aus 2025/2026 bestätigen diese hohe Abhängigkeit:
- Wichtigster Handelspartner: China war 2025 zum zehnten Mal in Folge Deutschlands wichtigster Handelspartner mit einem Volumen von 251,8 Milliarden Euro.
- Abhängigkeit bei Importen: Besonders bei kritischen Rohstoffen, Elektronikkomponenten, Laptops (ca. 80 % Importanteil) und Smartphones ist Deutschland stark abhängig.
- Produktionsausfälle: 46 % der Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe sind auf Vorleistungen aus China angewiesen. Ein plötzlicher Stopp würde zu massiven Lieferkettenunterbrechungen führen.
- Folgen eines "Hard Decoupling": Studien zeigen, dass ein abrupter Abbruch der Handelsbeziehungen kurzfristig zu einem Rückgang des deutschen Bruttonationaleinkommens um bis zu 5 % führen könnte – ein Schock vergleichbar mit der Finanzkrise.
- Automobilindustrie: Deutsche Autobauer erzielen einen erheblichen Teil ihrer Gewinne und Verkäufe in China, geraten jedoch durch den dortigen Wandel zur Elektromobilität unter Druck.
Fazit: Ein abruptes Ende der Handelsbeziehungen wäre laut Expertenmeinung zwar keine "totale Zerstörung", aber mit sehr schweren wirtschaftlichen Kosten verbunden. Deshalb wird statt eines totalen Ausstiegs (Decoupling) zunehmend "De-Risking" (Risikominimierung) praktiziert.

RSS Feed